Vorwort und Einführung

Basierend auf einer Studie der Commerzbank, die im Sommer 2009 veröffentlicht wurde, hat die jüngste Finanzkrise die Weltwirtschaft bis Ende 2009 rund 10,5 Billionen US-Dollar (7,3 Billionen Euro) gekostet. Ausgeschrieben sieht das so aus: 10.500.000.000.000 US-Dollar. Je Erdenbewohner belaufen sich die Kosten damit auf etwas mehr als 1.500 Dollar. Welche Rolle spielt(e) das Risikomanagement in diesem Zusammenhang? Wie konnte es zu einer derartigen Krise kommen? Hat die Gier nach Rendite den „gesunden Menschenverstand“ ausgeschaltet? Bei einer sehr groben und oberflächlichen Analyse der aktuellen Finanzkrise kommen „Experten“ nicht selten zu dem Ergebnis, dass eine Mischung aus unseriöser Kreditvergabe, eine massive Unterschätzung von Risiken durch die Finanzmarktteilnehmer und die „Gier“ in den Chefetagen der Finanzindustrie die Krise verursacht haben. Eine tiefergehende Analyse führt zu dem Ergebnis, dass die eigentlichen Ursachen viel komplexer sind. Ein wesentlicher Grund für die Blasenentwicklung auf dem US-Immobilienmarkt liegt in der Niedrigzinspolitik der USamerikanischen Notenbank nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Die US-Notenbank wollte mit einer drastischen Senkung der Leitzinsen eine Rezession der amerikanischen Wirtschaft verhindern – und hat dies zunächst auch erfolgreich geschafft.

Seiten: 17-22

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 Vorwort und Einführung
6 Seiten | 48 KByte
Format: Adobe Reader (PDF)
 Im Werk Praxisleitfaden Risikomanagement erschienen.
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