Unternehmensnachfolge
07.11.2017
Digitalisierung verschärft Generationenkonflikte
Dr. Hans-Jürgen Hillmer, BuS-Netzwerk Betriebswirtschaft und Steuern
75 Prozent der Nachfolger in Familienunternehmen sind davon überzeugt, dass für ein erfolgreiches Unternehmen eine umfassende Digitalstrategie unverzichtbar ist. Allerdings glauben nur sieben Prozent der Next Generation (Next Gen), dass ihr Familienunternehmen in puncto Digitalisierung bereits gut aufgestellt sei.
Mehr als ein Drittel ist frustriert, weil die Elterngeneration dem digitalen Wandel zu wenig Aufmerksamkeit schenkt. Das zeigen Ergebnisse der Mitte Oktober veröffentlichten Studie „Same passion, different paths” der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, in der 137 junge Nachfolger aus 21 Ländern Einblick in ihre Arbeit geben (zur Studie s. hier). Zusammenfassend konstatiert Dr. Peter Bartels, Mitglied der Geschäftsführung bei PwC und Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand: „Der Generationenkonflikt verschärft sich durch die Digitalisierung. Während die junge Generation darauf brennt, ihre Ideen schnell umzusetzen, ist die ältere Generation zögerlich.”
(ESV/ps)
Mehr als ein Drittel ist frustriert, weil die Elterngeneration dem digitalen Wandel zu wenig Aufmerksamkeit schenkt. Das zeigen Ergebnisse der Mitte Oktober veröffentlichten Studie „Same passion, different paths” der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, in der 137 junge Nachfolger aus 21 Ländern Einblick in ihre Arbeit geben (zur Studie s. hier). Zusammenfassend konstatiert Dr. Peter Bartels, Mitglied der Geschäftsführung bei PwC und Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand: „Der Generationenkonflikt verschärft sich durch die Digitalisierung. Während die junge Generation darauf brennt, ihre Ideen schnell umzusetzen, ist die ältere Generation zögerlich.”
Komplementär: Veränderungswille und Risikobewusstsein
Bartels sieht das aber als lösbares Problem, denn eigentlich ergänzen sich die beiden Eigenschaften Veränderungswille und Risikobewusstsein hervorragend. Denn die Next Gen, die ihre Laufbahn im Familienunternehmen auf hohem akademischen Level, mit viel Berufserfahrung und einem internationalen Netzwerk startet, sei selbstbewusst und wolle ihre Spuren hinterlassen: 75 Prozent der Entscheider von morgen haben große Pläne, mit denen sie das Familienunternehmen voranbringen möchten.Erfolg durch Innovationen
Ähnlich wie die Digitalisierung spaltet auch das Thema Innovation die Generationen: Während 82 Prozent der Next Gen davon überzeugt sind, dass Innovationskraft der Schlüssel zum Erfolg ist, glauben nur 15 Prozent, dass ihr Familienunternehmen darin besonders stark ist. Etwas mehr als die Hälfte der Jungunternehmer (56 Prozent) spielt in diesem Bereich bereits eine zentrale Rolle in der eigenen Firma; 29 Prozent denken, sie könnten mehr dazu beitragen, und 15 Prozent sind froh, dass sie sich heraushalten können. Die Next Gen ist bereit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und sich breit aufzustellen – Diversifizierung hält sie ebenso wie Innovationen für einen Erfolgsfaktor.Erfolgsfaktoren für den Fortbestand
Welche Faktoren zu einer guten Zusammenarbeit der Generationen beitragen und damit letztlich den Fortbestand des Unternehmens sichern, wurde in der Studie ebenfalls untersucht. Dabei wurden fünf Faktoren immer wieder genannt:- Kultur: Inwieweit hat die Next Gen die Möglichkeit auszuprobieren und zu wachsen?
- Kommunikation: Wie gestalten die Generationen den Dialog?
- Klarheit: Gibt es eine strategische Ausrichtung, eindeutige Rollen und Verantwortlichkeiten?
- Glaubwürdigkeit: Wie gelingt es der Next Gen zu zeigen, dass sie mehr ist als das Kind des Chefs?
- Verbindlichkeit: Verpflichten sich beide Seiten, langfristig in die Zusammenarbeit zu investieren?
| Compliance für KMU |
| Was KMU-Compliance in der Praxis auszeichnet, präsentiert Ihnen der Band Compliance für KMU - Praxisleitfaden für den Mittelstand, herausgegeben von Prof. Stefan Behringer, aus juristischer und betriebswirtschaftlicher Sicht, mit vielen Tipps und Checklisten. |
(ESV/ps)