26.03.2024
Risikomanagement und Risikocontrolling
Mittlerweile eines der Standardwerke zum Thema Risikomanagement und Risikocontrolling auf dem deutschen Markt ist das nun bereits in der fünften Auflage erschienene Buch von Marc Diederichs. Es richtet sich insbesondere an die Praktiker in den Unternehmen, die sich einen Überblick über Grundlagen, Prozesse, Methoden und Entwicklungen im Risikomanagement verschaffen wollen. Daneben werden aktuelle Anforderungen aus Gesetzen und von nationalen und internationalen Standardsetzern ebenso behandelt wie diejenigen, die in der Abschlussprüfung zu erfüllen sind.
Im Mittelpunkt stehen dabei praxiserprobte Instrumente zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken in Unternehmen. Aber auch die Anforderungen an Geschäftsleitungen und Überwachungsorgane sowie die organisatorische Einordnung im Unternehmen – insbesondere das Zusammenspiel mit der Internen Revision – werden ausführlich behandelt.
Der Autor weist zutreffend darauf hin, dass es die Aufgabe der Internen Revision ist, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems zu prüfen. Dabei misst er der Unabhängigkeit der Internen Revision eine besondere Bedeutung zu und warnt davor, Aufgaben des Risikocontrollings mit Revisionsaufgaben zu vermischen. Stattdessen weist er darauf hin, dass mit dem DIIR Revisionsstandard Nr. 2 eine taugliche Grundlage für die unabhängige Prüfung der Internen Revision besteht.
Der angemessenen Risikoberichterstattung ist ein umfangreiches eigenes Kapitel gewidmet. Unter anderem in diesem Abschnitt wird betont, dass der Risikobegriff immer Gefahren und Chancen gleichermaßen umfasst. Dementsprechend muss das Risikomanagement auch immer das Chancenmanagement umfassen. Hierauf wird schon in der Einleitung mit einem Zitat von Peter Drucker Bezug genommen: „Es gibt Risiken, die einzugehen, du dir nicht leisten kannst. Und es gibt Risiken, die nicht einzugehen, du dir nicht leisten kannst.“
Der letzte Abschnitt des Buches ist mit „Tipps für den eiligen Praktiker“ überschrieben. Hier wird checklistenartig auf knapp zehn Seiten beschrieben, welche grundlegenden Rahmenbedingungen für den Erfolg entscheidend sind, wenn man ein wirksames Risikomanagement etablieren möchte. Die Stichworte hier sind Positionierung im Unternehmen, zentrale Koordination, Verantwortlichkeiten, Transparenz und Pragmatismus. Was dazu im Detail umzusetzen ist, findet der Praktiker in den vorangestellten Kapiteln des Buches.
Damit ist dieses Werk auch eine geeignete Lektüre für Interne Revisorinnen und Revisoren, die sich schnell und umfassend über Konzepte des Risikomanagements und des Risikocontrollings informieren wollen, bevor sie – am besten unter Zuhilfenahme des DIIR Revisionsstandard Nr. 2 – mit der Prüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems in ihrem Hause beginnen.
Diplom-Wirtschaftsmathematiker Michael Bünis, CIA CRMA, ist Leiter der Grundsatz abteilung des DIIR – Deutsches Institut für Interne Revision e. V.
Quelle: ZIR Zeitschrift Interne Revision Ausgabe 1/2024
Im Mittelpunkt stehen dabei praxiserprobte Instrumente zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken in Unternehmen. Aber auch die Anforderungen an Geschäftsleitungen und Überwachungsorgane sowie die organisatorische Einordnung im Unternehmen – insbesondere das Zusammenspiel mit der Internen Revision – werden ausführlich behandelt.
Der Autor weist zutreffend darauf hin, dass es die Aufgabe der Internen Revision ist, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems zu prüfen. Dabei misst er der Unabhängigkeit der Internen Revision eine besondere Bedeutung zu und warnt davor, Aufgaben des Risikocontrollings mit Revisionsaufgaben zu vermischen. Stattdessen weist er darauf hin, dass mit dem DIIR Revisionsstandard Nr. 2 eine taugliche Grundlage für die unabhängige Prüfung der Internen Revision besteht.
Der angemessenen Risikoberichterstattung ist ein umfangreiches eigenes Kapitel gewidmet. Unter anderem in diesem Abschnitt wird betont, dass der Risikobegriff immer Gefahren und Chancen gleichermaßen umfasst. Dementsprechend muss das Risikomanagement auch immer das Chancenmanagement umfassen. Hierauf wird schon in der Einleitung mit einem Zitat von Peter Drucker Bezug genommen: „Es gibt Risiken, die einzugehen, du dir nicht leisten kannst. Und es gibt Risiken, die nicht einzugehen, du dir nicht leisten kannst.“
Der letzte Abschnitt des Buches ist mit „Tipps für den eiligen Praktiker“ überschrieben. Hier wird checklistenartig auf knapp zehn Seiten beschrieben, welche grundlegenden Rahmenbedingungen für den Erfolg entscheidend sind, wenn man ein wirksames Risikomanagement etablieren möchte. Die Stichworte hier sind Positionierung im Unternehmen, zentrale Koordination, Verantwortlichkeiten, Transparenz und Pragmatismus. Was dazu im Detail umzusetzen ist, findet der Praktiker in den vorangestellten Kapiteln des Buches.
Damit ist dieses Werk auch eine geeignete Lektüre für Interne Revisorinnen und Revisoren, die sich schnell und umfassend über Konzepte des Risikomanagements und des Risikocontrollings informieren wollen, bevor sie – am besten unter Zuhilfenahme des DIIR Revisionsstandard Nr. 2 – mit der Prüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems in ihrem Hause beginnen.
Diplom-Wirtschaftsmathematiker Michael Bünis, CIA CRMA, ist Leiter der Grundsatz abteilung des DIIR – Deutsches Institut für Interne Revision e. V.
Quelle: ZIR Zeitschrift Interne Revision Ausgabe 1/2024