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Foresight & Resilienz  
11.06.2026

Wie Risikomanagement und BCM zukunftsfähiger werden

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
Foresight verknüpft Risikomanagement und Business Continuity Management. (Grafik: Generiert mit DALL-E, Prompt und Bearbeitung mit ChatGPT: Redaktion)
Unsicherheit, Polykrisen und neue regulatorische Anforderungen stellen Organisationen vor die Aufgabe, Risiken früher zu erkennen und ihre Handlungsfähigkeit auch in Krisen zu sichern. Ein wirkungsvoller Ansatz liegt in der Verbindung von Foresight, Risikomanagement und Business Continuity Management.

Während das Risikomanagement Risiken identifiziert, bewertet und steuert, richtet sich das Business Continuity Management auf die Aufrechterhaltung geschäftskritischer Prozesse in Krisensituationen. Foresight erweitert beide Managementsysteme um einen vorausschauenden Blick: Organisationen beobachten ihr Umfeld systematisch, identifizieren schwache Signale, entwickeln Szenarien und leiten daraus Handlungsoptionen ab.

Annekathrin Enke, Vivien Deschka und Katharina Bauerfeld zeigen in der Zeitschrift für Risikomanagement (ZfRM) 3/26 im Beitrag „Unsicheren Zeiten mit Struktur und Vorausschau begegnen“, dass Foresight insbesondere dort Mehrwert bietet, wo klassische Risikobetrachtungen an Grenzen stoßen. Szenarioanalysen, Trendradare, Delphi-Methoden, Backcasting oder Horizon Scanning helfen, mögliche Entwicklungen strukturierter zu erfassen. Dadurch können Organisationen auf bekannte Risiken reagieren und sich zugleich auf neue, komplexe oder miteinander verknüpfte Krisenlagen vorbereiten.

Für das Business Continuity Management verbessert Foresight die Qualität von Krisenszenarien, Kontinuitätsstrategien, Geschäftsfortführungsplänen und Übungen. Im Risikomanagement erweitert Foresight die Datenbasis über historische Informationen hinaus und unterstützt die Frage, was künftig geschehen könnte und wie stark die Organisation betroffen wäre.

Auch Künstliche Intelligenz kann bei der Anwendung von Foresight eine wichtige Rolle spielen. KI-Systeme können große Datenmengen aus internen und externen Quellen auswerten, Muster erkennen, Frühwarnhinweise liefern und unterschiedliche Krisenszenarien simulieren. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für Monitoring, Prävention und Entscheidungsunterstützung.

Zeitschrift für Risikomanagement (ZfRM)

In Zeiten starker Umwälzungen und Krisenlagen bietet die einzige deutschsprachige Zeitschrift speziell zum Risikomanagement umfassende Orientierung. Nur wer wesentliche Risiken frühzeitig identifizieren, analysieren und bewerten kann, wird langfristig die richtigen Entscheidungen für sein Unternehmen treffen.

Früher informiert, schneller reagieren

Alles, was Sie im Risikomanagement fachlich und beruflich weiterbringt, präsentiert von inspirierenden Vordenkern und erfahrenen Kollegen: Die wichtigsten Praxisfragen risikobasierter Unternehmensführung finden Sie hier laufend aktuell aus erster Hand beantwortet.

  • Werden die gesetzlichen Vorschriften und Standards zur Erkennung und Abwehr von Risiken beachtet?
  • Ist das Risikomanagement angemessen aufgestellt?
  • Wie arbeiten die Kontrollfunktionen zusammen?
  • Erhalten Vorstand bzw. Geschäftsführung die relevanten Informationen?
  • Was lässt sich gegen wachsende Wirtschaftskriminalität unternehmen?
  • Wie lassen sich ESG-Risiken identifizieren und managen?

Zwei gut sortierte Rubriken

Anschaulich aufbereitet in den zwei Rubriken „Risk Governance“ und „Risk Management“, finden verantwortliche Führungskräfte – sowohl im operativen Risikomanagement als auch in der Unternehmensleitung – wichtige Entscheidungshilfen und Tipps für die Umsetzung zielgerichteter Maßnahmen.