Nach Recherchen des Spiegels hat Greenpeace International im vergangenen
Jahr beim Versuch sich gegen Wechselkursschwankungen abzusichern, 3,8
Millionen Euro verloren. Greenpeace hat den Fall in der Zwischenzeit
bestätigt.
Als Ursache für den kapitalen Fehler wurden laut
Greenpeace International Organisationsprobleme im internen
Kontrollsystem (IKS) identifiziert. Ein Mitarbeiter der Finanzabteilung
von Greenpeace International hat den Kauf ausländischer Währungen für
andere Greenpeace Büros abgeschlossen, bevor der Kurs des Euro gegenüber
den meisten Währungen zu steigen begann.
Die Besonderheit des
aktuellen Falls ist nach Aussage von Greenpeace, dass der Mitarbeiter
eigenmächtig und unautorisiert Devisenabsicherung abschließen konnte.
Gewöhnlich müssen solche Transaktionen bei Greenpeace International von
der Geschäftsführung genehmigt werden. „Es darf nicht sein, dass ein
einzelner Mitarbeiter ein derart großes und riskantes Geschäft
eigenmächtig abschließen konnte“, so die Geschäftsführerin von
Greenpeace Deutschland, Brigitte Behrens.
Nach Aussage von
Greenpeace ist eine eigenmächtige Devisenabsicherung künftig nicht mehr
möglich. Derzeit schließt die Umweltorganisation auch aus, dass sich der
betreffende Finanzexperte persönlich bereichern wollte. Auch Korruption
sei nicht im Spiel gewesen. Der Mitarbeiter wurde allerdings entlassen.
Behrens
bedauert den Vorfall: „ Greenpeace International ist hier ein
gravierender Fehler unterlaufen, für den auch wir uns auch bei unseren
Förderern entschuldigen wollen. Es ist mir wichtig zu betonen, dass
Greenpeace International nicht mit Spendengeldern an der Börse
spekuliert hat, sondern die Verträge zur Währungsrisiko-Absicherung zu
Verlusten geführt haben."
Die ganze Pressemeldung von Greenpeace
Deutschland finden Sie hier.
Den Spiegel Bericht können Sie hier nachlesen.
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