IT-Sicherheit ist für Unternehmen der TMT-Branche (Technologie, Media & Telekommunikation) besonders wichtig. Nach einer aktuell vorgelegten Studie gibt es Fortschritte, aber auch noch Nachholbedarf.
Laut der weltweiten Deloitte-Studie „2010 TMT Global Security Study – Bounce Back“ sehen die 150 befragten Unternehmensvertreter die eigene Branche insgesamt noch unzureichend gegen Bedrohungen gewappnet. Allerdings scheint es hinsichtlich der „inneren Sicherheit“ wesentliche Fortschritte zu geben. Gegenüber dem Vorjahr gehen deutlich mehr Studienteilnehmer davon aus, dass sie spezifische Risiken fest im Griff haben. Ferner ist festzustellen, dass die Sicherheitsbudgets erstmals wieder leicht wachsen, was als Anzeichen gewertet werden kann, dass die TMT-Branche als eine der ersten aus der Krise findet. Weiter sicherheitstechnisch eher kritische Punkte sind der Studie zufolge das Cloud Computing sowie M&As.
Innerhalb der letzten zwölf Monate haben über ein Drittel der Befragten ihre Sicherheitsbudgets um bis zu zehn Prozent erhöht – ein Zehntel sogar um deutlich mehr. Am kräftigsten legen die Telekommunikationsunternehmen zu, die geringste Bewegung gibt es bei den Medienanbietern. Anlass für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen gibt es genug: Über die Hälfte hatte im angelaufenen Jahr mindestens einen sicherheitsrelevanten Vorfall zu verzeichnen, ein Drittel sogar wiederholte Software-Attacken.
Trotz der vielen äußeren Bedrohungen kommt die größte Gefahr von innen, insbesondere von den Mitarbeitern, die – absichtlich oder versehentlich – große Schäden anrichten. Hier geben sich die Unternehmen jedoch zuversichtlich: Mit 34 Prozent hat ein Drittel großes oder sogar sehr großes Vertrauen in seine innere Sicherheit – im letzten Jahr waren es noch 28 Prozent. Ähnliche Gefahren lauern bei Firmenkäufen oder -übernahmen. Werden Unternehmensteile zugekauft oder abgestoßen, muss ein besonderes Augenmerk auf die IT gerichtet werden – vor allem bei Zugangsmöglichkeiten ehemaliger Mitarbeiter zu hochsensiblen Daten. Abhilfe bietet eine umfassende Zugangskontrolle. Dementsprechend stufen die Umfrageteilnehmer die Implementierung solcher Systeme als Top-Thema ein – im letzten Jahr stand es noch auf Platz sieben.
Dr. Hans-Jürgen Hillmer, BuS-Netzwerk Betriebswirtschaft und Steuern
Weitere Informationen: Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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