Sicherheitsbedenken veranlassen Unternehmen zu einem restriktiveren Umgang mit Social Media. Dies ist eines der Hauptergebnisse der aktuellen Studie Work Life Web 2011 des Internetsoftware-Anbieters Clearswift. 68 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, die Internetaktivitäten ihrer Mitarbeiter zu überwachen. 56 Prozent sperren den Zugang zu bestimmten Internetseiten.
Organisationen verbreiten immer öfter geschäftsrelevante Informationen über soziale Netzwerke und kommunizieren dort mit Kunden, Partnern oder Mitarbeitern. Dadurch wächst die Gefahr, dass auch vertrauliche Daten ungewollt ins Netz gelangen. Zum Schutz vor negativen Folgen im Umgang mit Social Media rüsten Unternehmen zunehmend auf, vgl. dazu schon die Nachricht auf COMPLIANCEdigital vom 10. August 2011.
Clearswift hat im Rahmen der Studie Work Life Web 2011 Manager und Mitarbeiter aus sechs Ländern zu ihrem Umgang mit Web 2.0 am Arbeitsplatz befragt. In der Work Life Web-Umfrage aus dem Vorjahr hatten im internationalen Durchschnitt nur 9 Prozent der Unternehmen den Zugang zu Social-Media-Webseiten gesperrt, 2011 ist dieser Anteil auf 19 Prozent angewachsen.
Die Umfrage zeigt, dass im internationalen Vergleich zwischen Großbritannien, den USA, Australien, Deutschland, den Niederlanden und Japan deutsche Unternehmen mit 23 Prozent am häufigsten den Zugang zu Social-Media-Seiten blocken. Sicherheitsbedenken halten 86 Prozent der deutschen Unternehmen davon ab, Social Media zu nutzen. Allerdings erachten 49 Prozent der Manager in deutschen Firmen Web-2.0-Technologien als entscheidend für den zukünftigen Erfolg eines Unternehmens.
Trotzdem die befragten Unternehmen auf der einen Seite die verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten mit Social Media als entscheidend für den zukünftigen Erfolg von Unternehmen einstufen, verzichten 87 Prozent aus Sorge um die Datensicherheit auf Web-2.0-Technologien.
Auf der anderen Seite sehen 80 Prozent in der Nutzung von Social-Media-Anwendungen Vorteile für ihr Unternehmen. Ein Viertel der Betriebe plant für das laufende Jahr mehr in den Bereich zu investieren als im Vorjahr. Die Investitionbereitschaft ist in den USA mit 44 Prozent und in Großbritannien mit 31 Prozent am größten. Deutschland (18 Prozent) und Japan (13 Prozent)verzeichnen die niedrigsten Werte.
Bei der Entscheidung für oder gegen den Einsatz von Web 2.0 stehen Manager vor dem Dilemma, entweder auf vorteilhafte Technologien zu verzichten oder Sicherheitsrisiken in Kauf zunehmen. 48 Prozent der Führungskräfte fürchten den Verlust vertraulicher Daten durch Mitarbeiter. 50 Prozent sind der Ansicht, dass den Angestellten die Sicherheitsproblematik nicht bewusst ist. Diese Befürchtungen sind nicht unbegründet: So geben 21 Prozent der Mitarbeiter zu, dass sie überhaupt nicht an die Sicherheit denken, während sie das Internet oder E-Mails nutzen. 31 Prozent sehen die Verantwortung für die Sicherheit alleine beim Arbeitgeber.
Immer mehr private Geräte wie Smartphones und Tablet PCs werden von Mitarbeitern am Arbeitsplatz genutzt. 60 Prozent der Unternehmen behaupten, dass sie die Nutzung erlauben oder fördern; dagegen spricht, dass nur 40 Prozent der Mitarbeiter dieser Ansicht sind.
Weitere Informationen und Download der Studie: Clearswift
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