Die Initiative „Frauen in die Aufsichtsräte e.V.“ (FidAR) setzt sich für eine nachhaltige Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen ein. Unterstützen soll dabei der neue Women-on-Board-Index“ (WoB-Index).
Mit dem Index lässt sich gezielt untersuchen, ob sich börsennotierte Unternehmen an die Forderung nach geschlechtsspezifischer Diversity halten. In diesem Bereich gibt es bekanntlich reichlich Nachholbedarf, denn Frauen in Führungspositionen sind in Deutschland noch immer eine Minderheit. Die im Januar 2011 durchgeführte Erstanwendung des neu entwickelten Index zeigt auf, dass vor allem die im DAX notierten Unternehmen der Forderung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) nach geschlechtsspezifischer Diversity weitaus seltener nachkommen als kleine und mittlere Unternehmen, die sich deutlich häufiger auf weibliche Stärken besinnen.
Mit dem WoB-Index werden die 160 im DAX, M-DAX, S-DAX und Tec-DAX notierten Unternehmen regelmäßig im Hinblick auf ihren Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsleitung untersucht. Mit dem aktuellen Stand 30. Juni 2011 sind von den insgesamt 1.633 Aufsichtsratsmitgliedern lediglich 11,8 Prozent weiblich, bei der Besetzung der 665 Vorstandsposten gilt dies sogar nur für 3,6 Prozent. Da sich der WoB-Index als Mittelwert der beiden Anteile ermittelt, sind in den Aufsichtsräten und Vorständen der DAX, M-DAX, S-DAX und Tec-DAX-Unternehmen insgesamt nur 7,7 Prozent Frauen vertreten.
Allerdings ist dies eine leichte Verbesserung. Denn mit Stand vom 31. März 2011 waren in den Aufsichtsräten und Vorständen der 160 DAX, M-DAX, S-DAX und Tec-DAX-Unternehmen nur 6,64 Prozent Frauen vertreten, davon 10,16 Prozent in den Aufsichtsräten und 3,13 Prozent in den Vorständen.
Kleine und mittlere Unternehmen sind im Ranking nach dem WoB-Index den großen DAX-Konzernen voraus: Das Marktforschungsunternehmen GfK führt das Ranking mit einem WoB-Index-Wert von 40 Prozent an, gefolgt von Douglas mit 33,33 Prozent und der Deutz AG mit 29,17 Prozent.
Weitere Informationen: ZCG
Dr. Hans-Jürgen Hillmer, BuS-Netzwerk Betriebswirtschaft und Steuern
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